Das Weiterbildungsseminar vertieft zentrale Fragestellungen des Kinderschutzes in einem praxisnahen Format. Im Mittelpunkt steht die Fallgeschichte der achtjährigen Mia, die von Gewalt in ihrem familiären Umfeld berichtet. Anhand dieses Falles werden Perspektiven von Kindern, Handlungsanforderungen sowie institutionelle Abläufe im Kinderschutz nachvollziehbar gemacht.
Ziel des Seminars ist es, Fachkräfte aus unterschiedlichen Professionen für die Bedürfnisse von betroffenen Kindern zu sensibilisieren und ihre Handlungssicherheit im Umgang mit Kindeswohlgefährdung zu stärken. Die Teilnehmenden setzen sich mit Fragen auseinander wie:
Das Seminar zeichnet sich durch seine interdisziplinäre Ausrichtung aus und ermöglicht Einblicke in die Zusammenarbeit zentraler Institutionen, insbesondere Jugendhilfe, Schule und weitere beteiligte Professionen. Erfahrungsberichte aus der Praxis werden aufgegriffen und gemeinsam reflektiert, um ein vertieftes Verständnis für komplexe Entscheidungsprozesse im Kinderschutz zu entwickeln.
1. Perspektive des Kindes
Der Fachtag macht erfahrbar, was Kinder in Situationen von Gewalt, Vernachlässigung oder Misshandlung erleben. Dabei stehen ihre Bedürfnisse, Gefühle und Schutzbedarfe im Vordergrund.
2. Handlungsperspektiven von Fachkräften
Es wird thematisiert, welche Aufgaben Fachkräfte im Kinderschutz haben, wie sie Gefährdungssituationen erkennen und welche professionellen Haltungen und Selbstverständnisse erforderlich sind.
3. Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Anhand des Falls wird deutlich, wie verschiedene Institutionen – etwa Schule, Jugendamt und soziale Dienste – zusammenarbeiten und welche Rollen sie im Kinderschutz einnehmen.
4. Einblick in die Praxis
Erfahrene Fachkräfte berichten aus ihrem Arbeitsalltag. Dadurch erhalten Teilnehmende realitätsnahe Einblicke in Entscheidungsprozesse, Herausforderungen und Handlungsspielräume im Kinderschutz.
5. Sensibilisierung für Belastungen
Der Fachtag weist auch auf die emotionale Belastung hin, die mit dem Thema Kinderschutz verbunden sein kann, und betont die Bedeutung von Selbstfürsorge für Fachkräfte.
Bei Anmeldungen von mehr als einer Person, wenden Sie sich bitte an:
Professur mit dem Schwerpunkt Familienrecht/Kinder- und Jugendhilferecht/Kinderschutz
Start: 1.7.2026, dann alle drei Monate
(1.10.26, 1.2.27, 1.5.27, 1.8.27, 1.11. 27)