Anerkennungslehrgang für internationale Pflegefachkräfte
Ausgezeichnet mit dem Frankfurter Pflegepreis 2026
Auf dem Weg zur Berufsanerkennung:
Innovative Pflegequalifikation – Anpassungslehrgang mit Abschlussgespräch und Kompetenznachweis Diploma of Advanced Studies (DAS) – für international qualifizierte Pflegefachpersonen im Anerkennungsverfahren, sogenannte CALD-Nurses.
Eine hochwertige fachpflegerische Versorgung braucht nicht nur ausreichend Personal, sondern auch Strukturen, die Kompetenzentwicklung, evidenzbasierte Praxis und professionelle Weiterentwicklung ermöglichen. Gerade für Pflegefachpersonen im Anerkennungsverfahren, sogenannte CALD-Nurses, bestehen hier besondere Hürden. CALD-Nurses steht für culturally and linguistically diverse nurses und bezeichnet Pflegefachpersonen mit vielfältigen kulturellen und sprachlichen Erfahrungen.
Im Rahmen eines ESF- und landesmittelgeförderten Projektes wurde deshalb an der WAkE der Frankfurt University of Applied Sciences in enger Abstimmung mit dem Hessischen Landesamt für Gesundheit und Pflege (HLfGP), arbeitgebenden Praxiseinrichtungen aus dem Rhein-Main-Gebiet und weiteren Akteur*innen des Anerkennungsverfahrens ein hochschulischer Anpassungslehrgang entwickelt. Er bereitet CALD-Nurses gezielt auf das Abschlussgespräch vor und unterstützt so die berufliche Anerkennung als Pflegefachperson in Deutschland.
IPQ profitierte insbesondere von Impulsen aus der langjährigen Erfahrung des Integrationsteams aus dem Sana Klinikum Offenbach, deren Arbeit bundesweit als best-practice-Beispiel für gelingende Anerkennungspraxis steht.
Nach dem Pilotstart im April 2026 wird der Lehrgang ab März 2027 im Regelbetrieb zweimal jährlich angeboten. 2026 wurde das Konzept als innovativer Beitrag zur nachhaltigen Professionalisierung mit dem 1. Platz beim Frankfurter Pflegepreis ausgezeichnet.
10 Wochen mit insges. 328 UE (für Kursvariante A + Zusatzmodul Langzeitpflege + Abschlussgespräch)
Zum 01. März und 01. September möglich
6 Monate vor Kursstart
3.025 Euro
Eine geförderte Teilnahme (z.B. über Bildungsgutschein) ist vorbehaltlich positiver Zertifizierungsentscheidung nach AZAV möglich. Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten finden Sie auf unserer Seite Finanzierung & Förderung
Vorgehen zur Anmeldung:
Anfrage an
Was IPQ besonders macht
IPQ erbindet berufliche Anerkennung mit einer hochschulisch verankerten Weiterbildung. Im Mittelpunkt stehen Kompetenzentwicklung, evidenzbasierte Pflege, nachhaltige Integration und Versorgungsqualität – nicht nur formale Anerkennungsschritte. IPQ steht zugleich für eine durchlässige Bildungsarchitektur: Hochschulische Weiterbildung wird nicht ausschließlich an einen akademischen Erstabschluss gebunden. Unter bestimmten Voraussetzungen können auch beruflich qualifizierte Pflegefachpersonen mit einschlägiger Praxiserfahrung Zugang zu akademischen Weiterbildungsformaten erhalten. Ergänzend zum Anpassungslehrgang können hochschulische Zertifikate als Kompetenznachweise erworben werden; sie dokumentieren fachliche, evidenzbasierte und reflexive Kompetenzen, begründen jedoch keinen neuen staatlich geregelten Berufsabschluss.
CALD-Nurses werden gezielt auf das Abschlussgespräch im Anerkennungsverfahren vorbereitet. Gleichzeitig knüpft der Lehrgang an bereits vorhandene berufliche und akademische Kompetenzen an und unterstützt deren Weiterentwicklung im Kontext der beruflichen Praxis in Deutschland.
Praxiseinrichtungen gewinnen Mitarbeitende, deren vorhandene Expertise sichtbar gemacht und gezielt für die Versorgungspraxis ihrer Einrichtung weiterentwickelt wird. IPQ unterstützt so nicht nur die berufliche Anerkennung, sondern auch reflexive und evidenzbasierte Pflegepraxis sowie nachhaltige Integration im Arbeitsalltag.
IPQ trägt dazu bei, internationale Pflegekompetenz anschlussfähig in die deutsche Gesundheitsversorgung einzubinden. Damit leistet die Weiterbildung einen Beitrag zur Weiterentwicklung professioneller Pflege und zur Qualität der Versorgung in Hessen und im Rhein-Main-Gebiet.
Die Grafik zeigt, wie IPQ im Anerkennungsverfahren verortet ist: Der Anpassungslehrgang umfasst theoretischen Unterricht (bei WAkE), die betriebliche Lernphase (beim Arbeitgeber/Praxiseinrichtung) und das Abschlussgespräch (bei WAkE). Die berufliche Anerkennung selbst wird durch das HLfGP erteilt.
Aktueller Stand
Der erste Pilotdurchgang ist im April 2026 gestartet. Nach dieser Erprobungsphase wird der Anpassungslehrgang ab 2027 in den Regelbetrieb überführt und künftig zweimal jährlich (Start März und September) angeboten.
Das Konzept wurde im April 2026 mit dem 1. Platz beim Frankfurter Pflegepreis ausgezeichnet. Gewürdigt wurde damit ein Bildungsangebot, das berufliche Anerkennung, Kompetenzentwicklung und nachhaltige professionelle Pflege miteinander verbindet.
Tel. : +49 69 1533-2671
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Deutsches Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen