“Ein demokratisches Unternehmen gewinnt an technischer und sozialer Innovationskraft”, konstatierte Ex-Top-Manager Thomas Sattelberger schon 2015. Arbeitsräume sind sowohl Orte von Leistung als auch Orte von Beziehung, Anerkennung, Status und Macht. Hier wird ausgehandelt, wer Gehör findet, wie Entscheidungen getroffen werden und folglich, ob Menschen Wirksamkeit oder Ohnmacht erleben. Insofern ist der Arbeitsplatz in einer Organisation gleichzeitig Üb- und Erfahrungsraum gelebter Demokratie. Was hier gelingt (oder auch nicht), wirkt über die Organisation hinaus und strahlt in die Gesellschaft hinein.
Kollegiale Führung ist ein Organisationsmodell*, das demokratische Prinzipien im Arbeitsalltag einübt und sich vielfach bewährt hat. Ob in kleinen und mittleren Unternehmen, der Sozialwirtschaft, Verwaltung oder Bildungseinrichtungen: Kollegiale Führung unterstützt Teams dabei, ihr volles Potenzial zu entfalten, stärkt die unternehmerische Eigenverantwortung aller Beteiligten und macht Organisationen resilient und dynamikrobust gegenüber komplexen Anforderungen. Kollegiale Führung steht für dynamisch verteilte Führungsarbeit in klar definierten Rollen – dezentral, partizipativ und selbstorganisiert. Sie schafft Strukturen, in denen die eigene Stimme zählt, Widerstände produktiv und Konflikte bearbeitbar werden. So wird die Organisation kundenorientierter und anpassungsfähiger, das heißt zukunftsfähiger und der Arbeitsraum zu einem Trainingsfeld demokratischer Kultur.
*entwickelt 2016 von Bernd Oestereich und Claudia Schröder
Die Weiterbildung besteht aus 3 Modulen a 2,5 Tagen, die in Präsenz durchgeführt werden: Grundlagen-Modul, Aufbau-Modul, Abschluss-Modul.
Eine vielfältige Lernatmosphäre ist uns wichtig, deshalb wechseln wir methodisch zwischen:
Dabei setzen sich die Teilnehmenden auf der Basis eines Orientierungsmodells mit ihrer Haltung als Berater*in bzw. Führungskraft auseinander und lernen anhand von Fallbeispielen wie konkrete Prozesse und Strukturen generiert werden, um alle gewünschten Anpassungen zu unterstützen.
Zwischen den Modulen wird zur Vorbereitung ein ausgewähltes Literaturstudium angeboten und empfohlen. Außerdem sind Lernpartnerschaften zur wechselseitigen Beratung für Praxisprojekte geplant.
Modul 1: Grundlagen (20. - 22. Januar 2027)
Klärung der Begriffe/ Rahmenwerk: Adaptionsmodell/ Grundprinzipien/ Führungsarbeit statt Führungskräfte/ Organisationsentwicklungs-Rad/ Problem-Sog/ Moderierte Arbeitstreffen/ Diskussionsmarktplatz/ Kreisgründung/ Person- und Rollenwahlformate/ Praxisprojekt aufsetzen
Modul 2: Entscheidungen & Prozesse (17. - 19. Februar 2027)
Willensbildungs- und Entscheidungsverfahren: Widerstandsabfrage; konsultativer Fallentscheid; kollegiale Einwandsintegration / GPA-Dreieck / Delegationsmatrix und Kontextbrücke/ Soziale Systemprinzipien / Spannungsfelder/ Rollen, Titel, Auszeichnungen
Modul 3: Transformation & Haltung (07. - 09. April 2027)
Adaptionsmodell/ Rolle Berater*in, professionelle systemisch-integrale Haltung/ Orientierungsworkshop/ Lernbegleitung/ Kreismodelle/ Organisationseinheiten/ Organisationsvorrang / Präsentation und Würdigung des Praxis-Projekts/ neueste Entwicklung und Forschung aus der Agilen Gilde
Organisieren Sie Wandel. Kollegial. Demokratisch. Nachhaltig.
Jetzt anmelden und die Zukunft Ihrer Organisation aktiv mitgestalten.

M.A. Philosophie | IOBC Coach
Facilitatorin, Kuratorin, Prozessgestalterin
Mitglied der Gilde Agile Organisationsentwicklung e. V.

M.A. Beratung in der Arbeitswelt (DGSv)
Dozentin für Agilität in Organisationen (Studiengang MAXO)
Mitglied der Gilde Agile Organisationsentwicklung e. V.
Modul 1: Grundlagen (20. - 22. Januar 2027)
Modul 2: Entscheidungen & Prozesse (17. - 19. Februar 2027)
immer mittwochs von 11 bis Freitags um 15 Uhr.