Unsere Alumna Anna-Verena Kirstein zeigt, wie Weiterbildung an der WAkE wirkt: vom Engagement im innovativen IPQ-Lehrgang bis zur Mitgestaltung des Programms PÄDIK.
Im Interview berichtet sie, wie Offenheit, praxisnahe Lehrformate und echte Mitgestaltung ihre berufliche Entwicklung geprägt haben – und warum lebenslanges Lernen in Gesundheits- und Pflegeberufen heute unverzichtbar ist.
Ihr Weg zur WAkE: Was hat Sie damals dazu bewegt, sich für IPQ und später PÄDIK zu entscheiden?
Bereits während meines Studiums zur Berufspädagogin war für mich klar, dass ich meine berufliche Zukunft nicht ausschließlich in einer Pflegeschule sehe. Besonders interessiert haben mich die Fort- und Weiterbildung sowie die Begleitung von Fachpersonen in der Praxis. Daher habe ich mich bereits vor Abschluss meines Masterstudiums für die Lehrtätigkeit im akademisierten Anpassungslehrgang IPQ entschieden.
Ausschlaggebend war für mich die Möglichkeit, von Beginn an an einem innovativen Bildungsprojekt mitzuwirken. Neben der Lehrtätigkeit bot sich die Chance, Einblicke in die Entwicklung und Umsetzung eines neuen Lehrgangs zu erhalten und eigene Erfahrungen aus der Praxis einzubringen. Besonders reizvoll war dabei die Vorstellung, aktiv zur Gestaltung eines zukunftsweisenden Bildungsangebots beizutragen.
Die Mitarbeit bei pädik ergab sich im Rahmen meiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft. Nachdem ich eine Probelehrveranstaltung zum Thema Curriculumentwicklung gestalten durfte, wurde ich gefragt, ob ich an der Weiterentwicklung des Themas für das neue Online-Format von pädik mitwirken möchte. Da das Modul Curriculumentwicklung neu entsteht, bietet sich die besondere Möglichkeit, Inhalte von Beginn an mitzugestalten. Die Verbindung von pädagogischer Konzeptarbeit, digitalen Lehr-Lern-Formaten und kreativen Gestaltungsmöglichkeiten empfinde ich dabei als besonders bereichernd.
Erfahrung & Wirkung: Gab es einen Moment, in dem Sie gemerkt haben: „Das, was ich hier einbringe, macht einen Unterschied“?
Während des IPQ-Lehrgangs habe ich erlebt, dass Rückmeldungen, Reflexionen und Evaluationen ausdrücklich gewünscht waren und tatsächlich in die Weiterentwicklung des Angebots eingeflossen sind. Die Möglichkeit, aktiv dazu beizutragen, ein neues Bildungsprojekt zu optimieren, war für mich besonders motivierend.
Darüber hinaus konnte ich erstmals im Skills Lab mitwirken. Die dort gesammelten Erfahrungen haben meine Arbeit als Praxisanleitende in der Psychiatrie bereichert und meinen Blick auf moderne Lehr- und Lernkonzepte erweitert.
Mehrwert: Was hat die WAkE für Sie persönlich und beruflich besonders gemacht?
Für mich zeichnet sich die WAkE durch eine außergewöhnliche Offenheit für neue Ideen und Mitgestaltung aus. Eigene Gedanken werden ernst genommen und man erhält die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Projekte aktiv mitzugestalten.
Besonders schätze ich die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Beteiligten der FRA UAS – von den Organisator*innen über die Medienwerkstatt bis hin zu den Dozierenden. Trotz der vielen verschiedenen Aufgabenbereiche erlebe ich die Zusammenarbeit als herzlich, wertschätzend und auf Augenhöhe.
Beeindruckt hat mich außerdem die Lern- und Arbeitsumgebung. Moderne Räumlichkeiten, eine angenehme Atmosphäre, Ruheräume, Getränke und viele kleine Details, die den Arbeits- und Lernalltag erleichtern und aufzeigen, wie viel Wert auf gute Rahmenbedingungen gelegt wird. Man merkt, dass hier die Bedürfnisse der Lernenden und Mitarbeitenden gleichermaßen mitgedacht werden.
Heute & morgen: Welche Kompetenzen sind aus Ihrer Sicht in Gesundheits- und Pflegeberufen heute besonders wichtig – und warum lohnt sich Weiterbildung?
Neben fachlichem Wissen sind heute vor allem Reflexionsfähigkeit, Kommunikationsstärke, interkulturelle Kompetenz und die Bereitschaft, sich auf neue Entwicklungen einzulassen, entscheidend. Die Gesundheits- und Pflegeberufe verändern sich stetig, sodass lebenslanges Lernen längst zu einem festen Bestandteil professionellen Handelns geworden ist.
Weiterbildung eröffnet nicht nur neue fachliche Perspektiven, sondern stärkt auch die persönliche Entwicklung. Sie ermöglicht es, Veränderungen aktiv mitzugestalten, neue Kompetenzen zu erwerben und die Qualität der Versorgung nachhaltig weiterzuentwickeln.